Hamam – Arabisches Dampfbad

Der Hamam ist ein traditionsreiches Dampfbad aus dem arabischen Raum. Sein Ursprung geht auf die griechisch-römischen Bäder zurück. In der Antike führten die Römer ihre Badekultur im Byzantinischen, bzw. Oströmischen Reich ein. Die Byzantiner entwickelten die römischen Bäder weiter und etablierten sie schließlich als ein wichtiger Bestandteil der islamischen Körper- und Badekultur.

HamamIm traditionellen Hamam baden Frauen und Männer stets getrennt und hüllen sich in ein spezielles Wolltuch (Pestemal) ein. Nach einer ca. zwanzig minütigen Entspannung auf dem warmen Marmorsockel in der Mitte des Raums werden Frauen von den so genannten Natr (Badefrauen) und Männer von den Tellak (Bademeistern) gewaschen, massiert und abgerieben.Das türkische Bad hat sich seit einigen Jahren in etwas abgeänderter Form auch in Europa etabliert. Weniger als der Aspekt des Waschens, stehen hier die entspannenden und gesunden Wirkungen des Hamams im Vordergrund.

Und das nicht zu Unrecht: Bei der hohen Luftfeuchtigkeit und Wärme des türkischen Bads lösen sich Muskelverspannungen und der Kreislauf wird angeregt. Zudem hat das Hamam eine verjüngende Wirkung auf die Haut: Die Blutgefäße weiten sich bei Hitze und verengen sich wieder bei Abkühlung. Dadurch können Blutgefäße agil gehalten und die Durchblutung gefördert werden. Vor allem aber ist es die wohltuende Wirkung des Hamams, die es in Europa so beliebt macht. Bei der angenehmen Wärme können sich Körper und Seele völlig entspannen und der Alltagsstress vergessen werden.


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