Akne – Kampf den Narben

Akne ist die häufigste Hautkrankheit überhaupt. Weit über 70 Prozent aller Jugendlichen weisen zumindest leichte akneartige Hautunreinheiten auf. Dabei leidet oft Psyche und Selbstbewusstsein.

AkneDer Ursprung von Akne liegt bei einer erhöhten Talkproduktion. Die Poren der Haut verstopfen und es bilden sich Mitesser oder auch Komedone. Bakterien bauen in den Komedonen das Körperfett ab und können zu Entzündungen führen. So bilden sich zunächst kleine gerötete Knötchen, die sich teilweise mit Eiter füllen. Oft brauchen die Pusteln dann bis zu zwei Wochen um zu verheilen und lassen im schlimmsten Fall Narben zurück.

Verantwortlich für verstärkte Talgproduktion ist das männliche Geschlechtshormon Androgen. In der Pubertät nimmt bei beiden Geschlechtern die Produktion des Hormons zu, die Talgproduktion wird angeregt, die Poren verstopfen sich. Natürlich sind Jungen von den hormonellen Veränderungen des Androgens stärker betroffen und leiden so häufiger unter Akne.

Was kann ich selber tun?

Wenn Ihre Haut nur unter leichten Unreinheiten leidet, das heißt, wenn die Pickel noch nicht groß und wund sind und keine Narben hinterlassen, dann können ein paar einfache Mittel oft sehr hilfreich sein.

Das A und O ist eine gründliche Gesichtsreinigung, am besten zweimal am Tag. Das Reinigungsmittel sollte dabei seifenfrei sein und zudem einen sauren PH-Wert unter sieben aufweisen. Gute Produkte werden vor allem in der Apotheke angeboten, lassen Sie sich eingehend beraten.

Wenn Sie stark geschwitzt haben, ist es sinnvoll die Haut zusätzlich zu reinigen.

Beim Gebrauch von Feuchtigkeitscremes oder Sonnenschutz sollten Sie unbedingt zu Produkten auf Wasser-Basis greifen. Enthalten die Produkte nämlich zuviel Fett, verstopfen sie zusätzlich die Poren und verschlimmern die Akne.

Achten Sie auch auf den Zusammenhang zwischen Ihrer Ernährung und Ihrem Hautbild. Viele Menschen reagieren zum Beispiel sensibel auf Schokolade. Stellen Sie einen negativen Zusammenhang fest, verzichten Sie für einige Wochen auf das Nahrungsmittel und untersuchen Sie, ob sich etwas bessern konnte.

Oft lohnt sich auch der Besuch einer Kosmetikerin. Eine kosmetische Hautreinigung umfasst auch das Ausdrücken der Mitesser und beugt so der Entstehung von Akne vor.

Frauen können sich zudem mit der Antibabypille von Akne befreien, diese enthalten nämlich Anti-Androgene und senken somit die Talgproduktion. Viele Frauen berichten jedoch, dass sich ihr Hautbild nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille wieder verschlechtert habe.

Sollten diese Maßnahmen jedoch nichts nützen und sollten Sie sich verstärkt unwohl mit Ihrem Hautbild fühlen, dann suchen Sie jedenfalls einen Hautarzt auf. Unterlassen Sie besser den Versuch von den verschiedensten oft in der Werbung angepriesenen Mittelchen, viele verschlimmern die Akne nur.

Wann sollte man den Arzt aufsuchen?

Akne ist kein unabwendbares Übel, mit dem sich jeder mal herumschlagen muss. Ärztliche Behandlungen sind heute extrem wirkungsvoll und können innerhalb weniger Monate die Akne völlig bezwingen. Wenn Sie also feststellen, dass sich Ihr Hautbild ständig verschlechtert, ist es empfehlenswert direkt einen Hautarzt aufzusuchen. Akne kann im Anfangsstadium nämlich wesentlich einfacher behandelt und bezwungen werden.

Wenn sie sich unsicher sind, ob man Ihre Hautunreinheiten überhaupt als Akne bezeichnen kann und noch zögern zum Arzt zu gehen, gibt es ein paar einfache Merkmale: Wenn die Pickel nach dem Verheilen Narben oder dunkle Flecken zurück lassen, ist eine ärztliche Behandlung unerlässlich.

Außerdem hören Sie auf Ihr Gefühl: fängt ihr Hautbild an Sie ernsthaft zu belasten sollten sie sich sofort ärztlich behandeln lassen.

Die Ärztliche Behandlung

Heute verfügt die Dermatologie über zahlreiche extrem wirkungsvolle Behandlungsmethoden. Akne ist kein Schicksal mehr, je nach Hauttyp und Schweregrad existiert eine Vielzahl von Behandlungsansätzen.

Dabei richten sich die meisten Wirkstoffe gegen die Überproduktion von Talg, den Bakterienbefall und die Entzündungsreaktion der Talkdrüsen.

Dabei muss man sich etwas gedulden, wirkliche Verbesserungen werden oft erst nach ca. zwei Monaten sichtbar.

Äußere Behandlung

Bei leichter bis mittlerer Akne verordnen Ärzte oft antibiotikahaltige Hautcremes. Das meist verwendete Antibiotikum ist Erythromycin. Es wird allerdings nur mit Vorsicht eingesetzt, weil das Immunsystem gegen dieses Antibiotikum schnell Resistenzen bildet.

Auch die äußerliche UV-Therapie ist noch umstritten. Das UV-Licht soll den Bakterienbefall reduzieren und somit die Entzündungen reduzieren.

Innere Behandlung

Bei schwereren Formen von Akne verordnen Ärzte oft die Einnahme von antibiotikahaltigen Tabletten. Dabei bewirken die Stoffe Doxycyclin und Minocyclin zugleich eine Minderung der Talgproduktion und senken die Entzündbarkeit der Poren.

Für extrem schwere Fälle von Akne wird der Wirkstoff Isotretinoin in Tablettenform verordnet. Dieser hemmt die Talgproduktion. Oft trocknen jedoch Haare und Lippen dadurch aus, im Extremfall setzt sogar Haarverlust ein. Außerdem dürfen Frauen während der Einnahme von Isotretinoin keinesfalls schwanger werden, da der Wirkstoff Behinderungen und Fehlgeburten verursacht.

Entfernung von Aknenarben

Hat man die Akne einmal überwunden, bleiben oft fiese Narben zurück. Möglichkeiten zur Behandlung der Narben bieten Laserbehandlungen, chirurgische Hautabschleifung (Dermabrasion) oder chemische Peelings.

Mehr zum Thema: Hier geht es weiter zum Artikel Entfernung von Aknenarben.


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