Biorepair-Zahncreme – Unsere Zähne werden täglich von säurehaltigen Nahrungsmitteln angegriffen. Umfassenden Schutz gegen den Säureangriff soll nun eine Zahncreme bieten, die den Zahnschmelz wieder aufbaut und kleine Defekte wieder auffüllt. Und das mit einem Wirkstoff, der unserem natürlichen Zahnschmelz sehr ähnlich sein soll. Wir haben dem Lückenfüller auf den Zahn gefühlt.
Aggressive Säure
Viele Nahrungsmittel und Getränke sind extrem säurehaltig. Besonders Erfrischungsgetränke, wie Cola oder Alkopops, schaden den Zähnen nicht nur mit dem enthaltenen Zucker, sondern auch durch ihren hohen Säuregehalt. So greift Säure aggressiv unsere Zahnschmelzoberfläche an und unsere Zähne verlieren an schützender Zahnsubstanz. Dies hat oft schwerwiegende Folgen für unseren Zahnschmelz, stellt er doch eine leichte Angriffsfläche für Bakterien dar. Unsere Zähne können jedoch den Zahnschmelz nicht aus eigener Kraft nachproduzieren.
Reparatur im Nano-Bereich
Aus diesem Grund ist der Biorepair-Zahncreme eine Substanz zugesetzt, die dem natürlichen Zahnschmelz sehr ähnlich sein soll. Hierbei handelt es sich um den in vielen Zahncremes enthaltenen Inhaltsstoff Hydroxylapatit. Was den Inhaltsstoff jedoch laut Hersteller besonders macht, ist seine neue Form: das speziell entwickelte und zahnverwandte Zink-Carbonat-Hydroxylapatit sei so klein, dass es sich optimal in den Rissen und porösen Stellen des Zahnschmelzes anlagere. Der Hersteller belegt in einer in-vitro-Studie (Studien, die sich auf Experimente in einer kontrollierten künstlichen Umgebung beziehen, wie z.B. im Reagenzglas; d. Red.) dass auch kleinste Defekte in der Zahnoberfläche aufgefüllt würden. So könnten Schwachstellen aufgebaut und der natürliche Schutzmechanismus des Zahns gestärkt werden. Laut Stiftung Warentest ist die Wirksamkeit der Zahncreme jedoch noch nicht durch eine aussagekräftige klinische Studie belegt.
Fluoride werden unwirksam
Die Zahncreme enthält keine schützenden Fluoride. Die würden zwar den Zahnschmelz härten, könnten aber nicht nachhaltig vor Erosionen durch Säuren schützen, begründet der Hersteller. Ein weiterer Hintergrund: die Kalziumverbindung Hydroxylapatit reagiert mit Fluorid zu Kalziumfluorid, wodurch der Kariesschutz unwirksam wird. Laut Stiftung Warentest ergibt sich dadurch ein entscheidender Nachteil: ohne Fluoride verzichte man auf einen klinisch belegten Kariesschutz. Daher das Urteil von Stiftung Warentest: “Zahncremes ohne Fluoride sind im Hinblick auf Kariesprophylaxe nicht geeignet. Das gilt auch für Biorepair.”
Ist Biorepair der optimale Lückenfüller für den Zahnschmelz? Es bedarf wohl noch einer aussagekräftigen klinischen Studie, um die Wirksamkeit von Biorepair nachzuweisen.



