Was ist eigentlich Johanniskraut?

JohanniskrautDas Johanniskraut ist ein schon seit der Antike bekanntes Heilkraut, das sich in den letzten Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreut. Es gehört heute zu den wichtigsten natürlichen Arzneimitteln und wird seit den 90iger Jahren gezielt angebaut, um die Nachfrage zu decken. Verkauft werden Johanniskraut Tee, Johanniskraut Dragees und ätherische Öle, aber auch Medikamente mit höherer Johanniskraut Dosierung. Werden dem Kraut in der Heilkunde viele Wirkungsgebiete zugeschrieben (von Menstruationsbeschwerden bis zum Hexenschuss und Rheuma soll das Johanniskraut gegen eine Vielzahl von Leiden helfen), ist seine Effektivität als Stimmungsaufheller erwiesen. Es gehört deswegen zu den wichtigsten Arzneimitteln im Kampf gegen leichte und mittelschwere Depressionen.

Johanniskraut Wirkung gegen Depressionen

Obwohl Mediziner lange vor dem Einsatz des natürlichen Heilmittels zurückschreckten, gilt heute als belegt: Das Johanniskraut wirkt ebenso gut wie synthetische Medikamente gegen leichte Depressionen. Auch bei Trauerreaktionen, Burnout-Syndrom und Tinnitus wird dem Johanniskraut ein positiver Effekt nachgesagt. Dabei ist die richtige Dosierung jedoch essentiell. Als Mittel gegen leichte Stimmungsschwankungen mag man einen Johanniskraut Tee ausprobieren, bei ernsteren Problemen muss jedoch ein Arzt die richtige Behandlung beaufsichtigen. Aufgrund der Nebenwirkungen sind Medikamente mit hoher Johanniskraut Dosierung aber sowieso rezeptpflichtig.

Johanniskraut Nebenwirkungen

Wie fast alle Medikamente hat auch das Johanniskraut Nebenwirkungen, die nicht zu unterschätzen sind. Allgemein ist die Heilpflanze gut verträglich, kann jedoch zu Leberschäden führen. Außerdem machen Johanniskraut Dragees und andere Verabreichungsformen anfällig für Sonnenbrand – vor dem Urlaub oder dem Gang ins Sonnenstudio sollte das Medikament eventuell abgesetzt werden. Natürlich darf man aber nicht vergessen, dass synthetische Pharmaka immer auch Nebenwirkungen haben, die oft weit über die von Johanniskraut hinausgehen.

Wechselwirkungen sind ebenfalls zu beachten: Viele Präparate für AIDS-Patienten dürfen nicht zusammen mit Johanniskraut eingenommen werden. Auch die Anti-Baby-Pille kann durch Johanniskraut ihre Wirkung verlieren. Man kann jedoch beruhigt sein: Diese Wechsel- und Nebenwirkungen treten nur bei hochdosierten Medikamenten auf. Auch wer nicht schwanger werden will, kann sich also getrost ein Tässchen Johanniskraut Tee genehmigen – ob dieser jedoch die Stimmung spürbar aufhellen wird, ist eine andere Frage.


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