Entschlacken: Das Buchinger-Heilfasten

Heilfasten nach BuchingerDer Begriff “Entschlackung” ist wohl jedem, der sich mit Ernährung und Alternativmedizin auseinandersetzt, schon einmal begegnet. Doch was genau ist damit gemeint? Wie kann man den Körper entschlacken und warum? Während das Konzept der inneren Körperreinigung schon seit langem und in vielen Kulturen existiert (zum Beispiel beim Ayurveda), wurde der Begriff Enschlackung Anfang des 20. Jahrhunderts von dem deutschen Arzt Otto Buchinger geprägt.

Heilfasten nach Buchinger

Buchinger entdeckte den Wert des Heilfastens im Selbstversuch. Da er unter starkem Rheuma litt, unterzog er sich einer Fastenkur, die bald Linderung verschaffte. Bis dahin wurde Fasten als echte “Null-Diät” mit der Einnahme von lediglich Wasser und Tee durchgeführt. Buchinger entwickelte nun ein umfassendes Kurkonzept, das heute als Buchinger-Heilfasten bekannt ist, und gründete 1920 sein erstes Kurheim. Buchinger erkannte, dass das Fasten ohne Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen gesundheitsschädigend sein kann. Gerade chronisch Kranke – die einen hohen Nutzen aus dem Heilfasten ziehen können – dürfen auf wichtige Vitamine nicht verzichten. Deswegen entwickelte Buchinger eine Kur, bei der nur Flüssiges (2,5-3 Liter täglich!), aber in Form von Kräutertees, Gemüse- und Obstsäften sowie klarer, ungesalzener Gemüsebrühe auch die essentiellen Nährstoffe aufgenommen werden. Eine Tagesmenge von 500 Kalorien sollte dabei nicht überschritten werden, damit der Körper nicht wieder in den normalen Stoffwechselprozess verfällt.

Entschlackung nach Buchinger

Das Buchinger-Heilfasten beruht auf dem Gedanken, dass der Körper durch Entschlackung gereinigt wird. Buchingers Theorie zufolge werden viele chronische Erkrankungen durch Verschlackung verschlimmert. Gemeint ist damit, dass sich durch eingeschränkte Stoffwechselprozesse Giftstoffe im Körper ablagern und nicht mehr von alleine durch Niere oder Darm verarbeitet werden. Diese Stoffwechselendprodukte, die im Körper verbleiben, nannte Buchinger “Schlacken”. Insbesondere Proteine mit zu vielen Zuckerresten werden nur schwer abgebaut und verlangsamen den Stoffwechsel. Durch das Fasten sollen solche Schadstoffe nun aus dem Körper gespült werden. Wichtig ist für die erfolgreiche Entschlackung nach Buchinger auch eine gründliche Leerung des Darms zu Fastenbeginn. Dafür werden Einläufe oder Abführmittel genutzt. Gerade das Verdauungssystem ist bei vielen Menschen sehr belastet. Nach Buchinger lagern sich im Darm so viele Giftstoffe ab, dass die Verdauung eingeschränkt wird und die Darmzoten der Nahrung die Nährstoffe nicht mehr effektiv entziehen können. Bei einer erfolgreichen Entschlackung und einer darauffolgenden langsamen Rückkehr zu fester und gesunder Nahrung, wird die Darmtätigkeit angeregt und Darmstörungen vorgebeugt.


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