Platt und strähnig am Kopf herunter hängende Haare, die schon wenige Stunden nach der Haarwäsche so aussehen, als hätte man die Haare seit Wochen nicht mehr gewaschen – das Problem kennen viele Frauen. Die schlechte Nachricht: Es gibt leider keine Produkte, die die Fettproduktion dauerhaft verringern. Dafür gibt es aber einige Tricks, mit denen das Fetten der Haare hinausgezögert werden kann.
Waschen:
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass fettige Haare bei häufigem Waschen schneller wieder nachfetten. Das mag auf die früheren aggressiveren Shampoos wohl auch zugetroffen haben, aber heut zutage sind sehr milde Everyday-Shampoos erhältlich, mit denen tägliches Waschen kein Problem ist. Dabei sollte das Shampoo jedoch schon in den Handflächen aufgeschäumt und sanft den Haaren verteilt werden, denn kräftiges massieren der Kopfhaut regt die Talgproduktion an.
Heilerde-Kur:
Heilerde ist ein Pulver, das aus eiszeitlichen Lößablagerungen gewonnen wird, und schon seit dem Mittelalter als ein medizinisches Wundermittel aus der Natur bekannt ist. Eine Heilerde-Kur hilft hervorragend gegen fettige Haare. Hierzu wird das Heilerde-Pulver (zum Beispiel von Luvos) mit Wasser zu einem Brei angerührt und auf die fettigen Haare aufgetragen. Beim Trocknungsprozess der Heilerde tritt eine Saugwirkung auf und überschüssiges Fett wird weggenommen. Nach ca. 15 Minuten kann die Heilerde wieder ausgewaschen werden. Das Ergebnis: Die Haare fetten langsamer nach.
Pflege:
Gerade fettiges Haar neigt dazu schlapp am Kopf herunterzuhängen. Viele Frauen machen den Fehler und versuchen den fettige Haare-Effekt mit Schaum, Spray, Lack usw. zu kompensieren. Doch bei fettigen Haaren gilt: weniger ist mehr. Zu viele Styling-Produkte bewirken bei fettigen Haaren nur, dass die Haare zusätzlich beschwert werden und noch kraftloser und strähniger aussehen.
Doch eines ist klar: In fettiges Haar gehört Volumen. Die gute Nachricht: Volumen-Mousse und Ansatz-Sprays haben einen tollen Effekt für fettiges Haar, denn sie richten die Haare am Ansatz auf und heben sie von der Kopfhaut ab, so dass das Fett von der Kopfhaut jetzt langsamer in die Haare gelangt.
Bei Fönen gilt das gleiche: föhnt man die Haare über Kopf, erhalten sie mehr Stand und liegen weniger an der Kopfhaut an. So fetten sie langsamer nach.
Pluspunkt für Frauen mit fettigem Haar:
Fettige Haare stecken Dauerwellen und Färbungen viel leichter weg. Trocknen nämlich normale Haare schnell aus, hat fettiges Haar einen natürlichen Schutz und wird so von Haarbehandlungen nicht so schnell strapaziert.



