Die Mesotherapie ist ein Therapiekonzept mit vielfältigen Anwendungsgebieten, das in den sechziger Jahren in Frankreich entwickelt wurde und sich dort auch heute großer Popularität erfreut. In Deutschland ist die Behandlungsform weniger bekannt, gewinnt aber immer mehr Anhänger, gerade im Bereich der ästhetischen Medizin.
Die Mesotherapie ist eine komplementärmedizinische Kombination aus Elementen der Akupunktur, Neuraltherapie und Arzneimitteltherapie, bei der geringe Dosen von Medikamenten oder homöopathischen Mitteln in die mittlere Hautschicht gespritzt werden.
Anwendung und Wirkungsgebiete der Mesotherapie
Die Idee, die der Mesotherapie zugrunde liegt, ist die Anwendung von Medikamenten möglichst nah am Krankheitsherd. Deswegen können die Arzneimittel so gering dosiert werden, dass kaum Nebenwirkungen zu befürchten sind. Die jeweilige Wirkstoffkombination wird vom Arzt individuell auf den Patienten abgestimmt und enthält neben Medikamenten oft Vitamine und Spurenelemente. Die Mikroinjektionen werden in mehreren Sitzungen mit speziellen Nadeln direkt in die Haut gespritzt. Dabei wird bei Bedarf eine lokale Betäubung eingesetzt.
Die Anwendungsgebiete der Mesotherapie sind vielfältig. Zwar kann sie nicht immer eine völlige Heilung bewirken, aber oft doch eine maßgebliche Linderung, auch in Fällen, in denen andere Methoden nicht geholfen haben. So kommt sie sowohl bei Durchblutungsstörungen und Rheuma, als auch bei Überlastungsschäden durch Leistungssport und Migräne zum Einsatz. In Frankreich konnten Mesotherapeuten gute Erfolge bei der Entwöhnung von Zigaretten verzeichnen. Hierbei werden die Mikroinjektionen an bestimmten Akupunkturpunkten vorgenommen, um eine Aversion gegen Nikotin zu schaffen.
Mesotherapie in der ästhetischen Medizin
Besonders beliebt ist die Mesotherapie für kosmetische Behandlungen. Zweifellos bekämpft die Mesotherapie Cellulite und Falten, soll aber auch bei Haarausfall und anderen Alterserscheinungen Wirkung zeigen. Beim Mesolift werden hautstraffende Flüssigkeiten (Vitamine, Durchblutungsmittel, Aminosäuren u.ä.) in die oberflächliche Haut im zu behandelnden Bereich injiziert. Feine Fältchen werden effektiv reduziert, wenn die Behandlung alle paar Monate wiederholt wird. Bei der Cellulite-Behandlung hingegen werden fettauflösende und durchblutungsfördernde Mittel direkt in die betroffenen Zonen gespritzt. Da das freigesetzte Fett auf natürlichem Weg ausgeschieden wird, muss die Therapie zwar einige Male wiederholt werden, hat dann aber einen lang anhaltenden Effekt. Voraussetzung ist allerdings, dass kein übermäßiges Übergewicht besteht und die glatte Haut nach der Behandlung durch Bewegung und gesunde Ernährung frisch gehalten wird.



