Henna fürs Haar

Henna für die HaareChemische Haarfarben greifen die Haare an und verursachen bei regelmäßigem Gebrauch Spliss und trockenes Haar. Das ist den meisten Frauen bekannt, viele möchten aber trotzdem nicht aufs Haare färben verzichten. Deswegen können natürliche Färbemittel, die aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen werden, eine gute Alternative sein, zu mindestens für alle, die Rottöne fürs Haar mögen.

Haarfarben aus dem Nahen Osten

In Nordafrika, Indien und der arabischen Welt wird die Hennapflanze seit Jahrhunderten kultiviert, um Hennapulver herzustellen. Das ergibt mit Wasser vermischt eine Paste, die zum Färben der Haut und Haare verwendet wird. Die Körperbemalungen aus Henna gelten als schön und dienen oft rituellen Zwecken. Zum Haare färben wird Henna jedoch besonders im Westen benutzt. Die natürlichen Haarfarben sind deshalb beliebt, weil sie das Haar nicht so stark belasten wie synthetische Mittel, und ihm sogar guttun. Da Henna sich wie ein Schutzfilm um die einzelnen Haare legt, verleiht es ihnen einen schönen Glanz und lässt dünnes Haar voll und kräftig aussehen.

Hergestellt wird das grüne Hennapulver (keine Angst, auf dem Haar wird es tatsächlich rot!), indem die Blätter des Hennastrauchs getrocknet und zermahlen werden. Das Trocknen findet dabei im Schatten statt, da Sonneneinwirkung die Färbekomponente in dem pflanzlichen Stoff zerstört.

Tipps zum Haare färben

Henna Haarfarben werden in Drogerien, Reformhäusern und in einigen Geschäften, die auf afrikanische oder asiatische Produkte spezialisiert sind, verkauft. Allerdings sollte man beim Kauf achtgeben. Vielen Färbemittel werden Chemikalien beigemischt, die das Ergebnis verbessern sollen, die Haare aber schädigen. Echtes Henna färbt nur Rottöne, Produkte, die mit anderen Farben werben, haben mit Henna oft nur sehr wenig zu tun. So genanntes “schwarzes Henna” kann die Farbsubstanz PPD enthalten, die schwere allergische Reaktionen und irreparable Hautschäden verursachen kann. Echtes Henna hingegen ruft keine Allergien hervor und ist allgemein sehr gut verträglich.

Vor dem Färben muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Farbton einer Hennafärbung nicht hundertprozentig voraussehbar ist und von Mal zu Mal und Person zu Person stark variieren kann. Als Faustregel gilt, dass aschblondes und hellbraunes Haar rot wird, hellblondes Haar eher orange und dunklere Haare nur rötlich schimmern. Je länger das Henna einwirkt (großzügige Mengen benutzen und bis zu drei Stunden einwirken lassen!), desto intensiver wird das Ergebnis. Für einen kräftigen Rotton empfiehlt es sich auch, die Behandlung alle paar Wochen zu wiederholen – Plastikhandschuhe dabei nicht vergessen!


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