Mit Migräne leben

MigräneFast 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Die starken Kopfschmerzen verursachen einen hohen Leidensdruck und können die Lebensqualität erheblich verringern. Weil die akuten Migräneattacken nicht voraussehbar sind, fühlen sich viele Erkrankte eingeschränkt. Sie fürchten Termine, die plötzlich nicht wahrnehmbar sind, und leben oft in Angst vor dem nächsten Anfall.

Es gibt heute keine wirksame Heilung für Migränekopfschmerzen. Allerdings sind verschiedene Behandlungsmethoden entwickelt worden, die die Schmerzen mildern und neuen Anfällen vorbeugen können.

Migräne: Auslöser erkennen

Eine Migräne wird von ganz unterschiedlichen Auslösern hervorgerufen. Das kann der Genuss von Alkohol sein, aber auch Stress, ein plötzlicher Luftdruckabfall, Lärm oder andere äußere Reize. Wenn man lernen will, mit seiner Migräne umzugehen, ist es wichtig, zu erkennen, welche „Trigger“ die Kopfschmerzen auslösen. Viele Menschen wissen nicht, dass dazu auch Lebensmittel wie Käse oder Schokolade und zu viel Schlaf gehören können. Typischerweise wird die Migräne durch eine plötzliche Veränderung im persönlichen Lebensrhythmus oder dem Umfeld ausgelöst. Auch eine plötzliche Reduktion des Kaffee- bzw. Koffeinkonsums kann da eine Rolle spielen. Ziel ist es natürlich, die Auslöser so gut wie möglich zu vermeiden. Grundlegend dafür ist ein gleichmäßiger Wach-und Schlafrhythmus und die Mäßigung von Stress und Belastung, wie es eben möglich ist.

Um die Auslöser zu erkennen, ist es hilfreich, ein Tagebuch über die Migräneanfälle zu führen. Dieses wird auch einem Arzt bei der Diagnose helfen.

Medizinische Hilfe bei Migräne

Jeder Migränepatient sollte sich an einen Arzt wenden. Dieser schließt zunächst aus, dass die Kopfschmerzen von einem Tumor, einer Hirnblutung oder Ähnlichem hervorgerufen werden. Dann erstellt er eine passende Therapie für den Betroffenen. Da Migräne so unterschiedliche Formen annimmt,  muss jede Behandlung individuell angepasst sein. Bei leichten Migränen helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol. Bei akuteren Beschwerden kann der Arzt Triptane verschreiben, die die Blutgefäße verengen. Außerdem kann es ratsam sein, zusätzlich Medikamente gegen Übelkeit einzunehmen. Zur Vorbeugung von Migräne eignen sich Betablocker oder Antiepileptika. Welches Medikament für den Patienten am besten ist, muss jedoch ein Arzt entscheiden.

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es auch alternative Methoden. Vielen Menschen hilft es schon, sich in einen abgedunkelten Raum zurückzuziehen und auszuruhen. Auch Entspannungsübungen oder Akupunktur können die Schmerzen lindern. Dies ist allerdings individuell verschieden und nicht wissenschaftlich belegt.


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