Pflege nach der Schwangerschaft

Pflege in der SchwangerschaftKaum eine Strapaze nimmt den Körper einer Frau mehr in Anspruch als eine Geburt. Neben der körperlichen Belastung sind auch Seele und Geist von der neuen Erfahrung ganz in Anspruch genommen. Die jungen Mütter sammeln nun all ihre Kräfte, um das Neugeborene zu versorgen. Dabei dürfen sie sich selbst jedoch nicht vergessen. Nur wenn sie ihrem Körper erlauben, sich richtig zu erholen, werden sie schnell wieder fit sein und die intensive Zeit mit dem Kind richtig genießen können.

Dem Körper Zeit geben

Viele Frauen packen in ihre Krankenhaustasche die Lieblingsjeans, die vor neun Monaten so gut passte. Dass die nach der Geburt das geeignete Kleidungsstück ist, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Der Körper braucht Zeit – Faustregel: neun Monate – um sich zu erholen und in seine ursprüngliche Form zurückzufinden. Die Wochen nach der Geburt sind nicht der richtige Zeitpunkt um eine Diät und ein ausgiebiges Fitnessprogramm zu beginnen. Stattdessen sollte man den Körper verwöhnen und darauf bestehen, dass der Partner das Baby  versorgt, während man sich die wohlverdiente Ruhe gönnt. Die von der Gewichtszunahme beanspruchte Haut sollte besonders gut gepflegt werden und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Die gute Nachricht: Die Linea Nigra und hormonellbedingte Hautprobleme verschwinden nach einigen Wochen von selbst.

Durch die Geburt entstandene Hämorrhoiden, Dammrisse und –nähte bedürfen besonderer Pflege. Es helfen Sitzbäder mit Tannolact, Camillosan oder Totem-Meer-Salz und homöopathische Mittel, die von vielen Hebammen empfohlen werden können.

Die Brüste in Form halten

In der Stillzeit verändern sich die Brüste stark. Während sie bei manchen Frauen um zwei Körbchengrößen anschwillen, macht sich bei anderen kaum ein Größenunterschied bemerkbar. In jedem Fall jedoch verändert sich das Gewebe, denn es wird weich und elastischer. Nach dem Abstillen bedeutet dies, dass die Brust weniger straff ist und eine veränderte Form haben kann. Leider hängt dies hauptsächlich mit der Beschaffenheit des Bindegewebes zusammen und kann kaum verhindert werden. Dennoch hilft es, immer einen gut stützenden BH zu tragen und die Brustmuskulatur durch Sport zu stärken.

Beckenboden trainieren

Etwa einen Monat nach der Geburt ist es wichtig, mit dem Beckenbodentraining zu beginnen. Die Muskulatur des Beckenbodens ist während der Schwangerschaft aufs Äußerste belastet worden. Wird sie nun nicht gestrafft, kann es im Alter zu Beschwerden und Inkontinenz kommen. Das Beckenbodentraining wird am besten in einem Rückbildungskurs erlernt, in dem erfahrene Hebammen wichtige Tipps und Ratschläge geben.


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