Jeden von uns trifft es früher oder später. Einige finden schon in jungen Jahren die ersten weißen Strähnchen, andere ergrauen scheinbar über Nacht und tauschen ihre ursprüngliche Haarfarbe schnell gegen ein intensives Weiß um. Bei manchen bleibt das Naturhaar lediglich von grauen Strähnen durchsetzt, bei anderen färbt sich das gesamte Haar Silber oder Weiß. In welcher Intensität und mit welcher Geschwindigkeit es auch geschieht: Das Ergrauen der Haare ist ein natürlicher Alterungsprozess, der sich nicht aufhalten lässt. Irgendwann wird sich also jeder fragen, ob er (bzw. sie) das Grau zur Schau tragen möchte, oder lieber in den Farbtopf greift.
Graue Haare färben
Genau wie unsere Haut enthält auch jedes Haar Pigmentzellen, die Melanin produzieren und für die Färbung des Haars verantwortlich sind. Mit fortschreitendem Alter sterben immer mehr der Pigmentzellen ab. Die Melaninproduktion reicht nicht mehr aus, um das Haar durchzufärben, das nun eine blassere Farbe annimmt. Ob der Zeitpunkt des Ergrauens rein erblich bedingt ist oder auch von Umwelteinflüssen bestimmt wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Unabhängig davon, wann die grauen Haare kommen, möchten viele Menschen sie überdecken, um ein jugendlicheres Aussehen zu bewahren.
Graue Haare färben ist jedoch kein ganz einfaches Unterfangen. Da sie eine andere Struktur als normales Haar haben und meist rauer als ihre farbigen Vorgänger sind, nehmen sie Färbungen schlechter auf und sind schneller von Trockenheit betroffen.
Tipps beim Färben grauer Haare
Wer graue Haare färben will, sollte einige Hinweise beachten. Da eine Färbung weniger stark mit grauem Haar reagiert, ist oft eine längere Einwirkzeit notwendig, um ein effektives Ergebnis zu erzielen. Das lässt sich relativ leicht bewerkstelligen, wenn nur bestimmte Partien, etwa die Schläfen, ergraut sind. Hier empfiehlt es sich, die Haarfärbung zunächst auf das graue Haar aufzutragen und erst nach einer Viertelstunde das Resthaar zu behandeln. Zieht das Grau sich durchs ganze Haar, erreicht man ein gleichmäßiges Resultat am Ehesten, wenn man das Haar vorher aufhellt. Das aggressive Ammoniumperoxid, das in Aufhellern enthalten ist, greift graues Haar jedoch besonders an und macht es spröde. Ratsamer ist es deshalb, das Haar nicht ganz überzufärben, sondern lediglich mit Strähnchen zu arbeiten. So wird der Blick auf die Highlights gelenkt, während der nachwachsende Ansatz weniger auffällt.



