Haare färben in der Schwangerschaft

Haare färben in der SchwangerschaftViele schwangere Frauen entdecken schon nach wenigen Wochen, dass es eine schier unendliche Fülle von Risiken und Fallstricken gibt, die man als werdende Mutter zu vermeiden hat. Ob Rohmilchkäse oder Sushi, Katzenhaare oder Rockkonzerte, es gibt fast keinen Bereich des Lebens, der nicht plötzlich von Einschränkungen betroffen ist – oder es jedenfalls laut der besorgten Schwiegermama, einer gutmeinenden Freundin oder gar überengagierten Nachbarinnen sein sollte. Allerdings basieren eine Reihe dieser Verbote auf Mythen. Schwangere sollten nicht gerade Bungeejumping betreiben, aber die Welt ist für Frauen in anderen Umständen doch weniger gefährlich, als man zunächst annehmen könnte.

Schwanger Haare färben

Besonders hartnäckig hält sich das Gerücht, dass schwanger Haare färben ganz und gar verboten ist – und wird sogar von Frauenärzten verbreitet. In manchen Geburtsvorbereitungskursen entbrennen regelrechte Kriege über die Frage, ob Tönungen im Haar den Ungeborenen nun schaden oder nicht. Da viele Frauen in der Schwangerschaft sowieso mit ihrem Aussehen zu kämpfen haben und nicht auf die üblichen Verschönerungsmethoden verzichten wollen, lohnt es sich, dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Das sagt die Wissenschaft

Da es nur wenige Studien zum Thema gibt, lässt sich der Einfluss von Haarfärbungen auf den Fötus bisher nicht abschließend klären. Allerdings deuten bisherige Forschungsergebnisse darauf hin, dass das Haare färben harmlos ist. Die vermeintliche Gefahr von Färbemitteln ergibt sich aus der Tatsache, dass chemische Bestandteile der Haarfarbe über die Kopfhaut ins Blut gelangen können. Allerdings sind diese Mengen so gering, dass eine negative Wirkung äußerst unwahrscheinlich ist. Um keine Risiken einzugehen, raten Ärzte oftmals von Färbungen im ersten Trimester der Schwangerschaft, in dem die wichtigsten neurologischen Entwicklungen stattfinden, ab.

Haare färben – einige Vorsichtsmaßnahmen

Wer sich Sorgen macht und trotzdem nicht auf ein bisschen Farbe im Haar verzichten möchte, sollte ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen befolgen. Prinzipiell enthalten Tönungen weniger Chemikalien als permanente Färbungen – am besten auf geringe Zusätze von Ammoniumperoxid achten. Strähnchen werden normalerweise nicht direkt an der Kopfhaut angesetzt und stellen somit kein Risiko dar. Wer selbst färbt, sollte unbedingt Handschuhe tragen und den Raum gut durchlüften, um den Chemikalien so wenig wie möglich ausgesetzt zu sein. Eine gute Alternative ist Henna. Dieses Färbemittel besteht ganz aus pflanzlichen Inhaltsstoffen – allerdings gilt das nur für rotes Henna. Andere Farbtöne sind kein echtes Henna und meist mit Chemikalien versetzt.


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