Etwa die Hälfte aller Frauen bekommt sie während der Schwangerschaft: Schwangerschaftsstreifen. Die Streifen, die besonders häufig am Bauch, aber auch an Brust, Oberschenkeln und Po auftreten, entstehen durch die außergewöhnliche Spannung der Haut. Das weibliche Bindegewebe ist – anders als das von Männern – so aufgebaut, dass es sich stark dehnen kann, ohne verletzt zu werden. Dennoch ist die Dehnbarkeit begrenzt. Wenn das Bindegewebe überdehnt wird, entstehen Risse in der Unterhaut. Diese werden dann durch die durchscheinenden Blutgefäße als bläuliche Streifen sichtbar.
Schwangerschaftsstreifen vorbeugen
Die Wahrscheinlichkeit, Dehnungsstreifen zu bekommen, hängt in erster Linie mit der Beschaffenheit des Bindegewebes zusammen. Wer eine Bindegewebsschwäche hat, wird die Streifen kaum verhindern können. Dennoch gibt es einige Methoden, die den Schwangerschaftsstreifen vorbeugen können – jedenfalls mit einer gehörigen Portion Glück. Dazu gehört die langsame Gewichtszunahme. Gerade an Beinen und Po hat die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft viel mit der Ernährung zu tun. Wer langsamer und nicht übermäßig zunimmt, gibt der Haut Zeit, sich auszudehnen und macht Dehnungsstreifen unwahrscheinlicher. Das Wachsen des Bauches lässt sich weniger beeinflussen – auch wenn Ärzte Frauen dazu anhalten, nicht mehr als 12 Kilo zuzunehmen. Überhaupt nicht kontrollierbar ist die Ausdehnung der Brüste. So manche Frau, die dachte die Schwangerschaft ohne Streifen überstanden zu haben, entdeckt die Risse erst nach Milcheinschuss an den Brüsten.
Gegen Schwangerschaftsstreifen kann auch eine bessere Durchblutung helfen. Diese wird durch regelmäßige Zupfmassagen und Wechselduschen gefördert.
Wie wahrscheinlich ist es trotz dieser Maßnahmen, Schwangerschaftsstreifen zu kriegen? Am besten Mama fragen! Da der Zustand des Bindegewebes oft erblich ist, darf man sich freuen, wenn die eigene Mutter von den Streifen verschont wurde.
Schwangerschaftsstreifen entfernen
Zwar werden eine Unzahl von Cremes und Massageöls angeboten, die gegen Schwangerschaftsstreifen helfen sollen – effektiv sind sie jedoch nicht. Die Risse entstehen in der Unterhaut und können durch oberflächliche Salben nicht behandelt werden. Wirksam – aber teuer – sind jedoch Laserbehandlungen, etwa mit dem Fraxel Laser. Andererseits sollten Frauen, bei denen die Geburt noch nicht lange zurückliegt, daran denken, dass die Streifen mit der Zeit verblassen. Sind sie zu Anfang rot und auffällig, werden sie dann blau und am Schluss silbrig-weiß. Wenn der Bauch sich zurückgebildet hat und das Gewebe durch eine ausgewogene Ernährung und Sport wieder an Festigkeit gewonnen hat, fallen sie meist weniger auf.



