Zeitreise: 50er Jahre Frisuren

Happy MarilynDie 50er Jahre: Wirtschaftsaufschwung, Petticoats, Elvis Presley, Rock n Roll, Fußballweltmeisterschaft… In den 50er Jahren lebte man in Deutschland wieder auf. Nach den Kriegsjahren kam es zu einem Wirtschaftsaufschwung, der es den Menschen erstmals erlaubte, einen wesentlichen Teil ihres Einkommens in Freizeit, Mode und Vergnügen zu stecken. Die Frauen wurden wieder zu Hausfrauen und hatten mehr Zeit, sich um Aussehen und Mode zu sorgen. Beeinflusst von Stars wie Romy Schneider, Audrey Hepburn und Brigitte Bardot begann man alles, was aus Hollywood kam, zu kopieren. Friseursalons schossen wie Pilze aus dem Boden und auf einmal drehte sich alles ums Haar.

50er Jahre Frisuren

Kurz gesagt: Kurz und lockig war in, lang und glatt war out. Die Damenwelt in den 50er Jahren tat alles für lockiges Haar.  Und das war damals noch mit bedeutend mehr Aufwand verbunden als heute: Trockenhauben gab es nur beim Friseur, zu Hause hatte kein Mensch einen Föhn. Das heißt, es wurde aufwändig gedreht und gesteckt – und ja, die Frauen gingen mit einem Kopf voller Lockendreher zu Bett. So modelliert wurden weiche Locken, die das Gesicht umspielten. Alternativ wurde ein Scheitel gezogen und das Haar nur auf einer Seite in Locken gelegt. Länger als schulterlang wurde die Frisur dabei selten getragen. Mitte der 50er Jahre wurde dann der Pudellook modern, bei dem das Haar auf der Stirn aufgebauscht wurde. Bei jungen Mädchen war eine Frisur populär, die zu einem wahren Klassiker werden sollte: Der Pferdeschwanz. Der wurde straff und hoch gebunden und mit einem Seidenband festgehalten. Dazu fiel meist ein Pony ins Gesicht, die Lippen wurden in süßem Rosa geschminkt und bauschige Röcke zauberten eine Wespentaille. Zum Ausgehen bemühten die Frauen sich, den Glamourlook der Hollywooddiven à la Elizabeth Taylor und Sophia Loren zu James Deankopieren: Schulterlanges Haar in weichen, glänzenden Wellen. Ende der 50er Jahre wurden die Frisuren komplizierter – und höher. Es wurde toupiert, was das Zeug hielt. Bis zu den 60er Jahren sollten aus den Frisuren wahre Türme werden.

50er Jahre Frisuren für die Herren

Auch die Herren der Schöpfung ließen es sich nicht mehr nehmen, etwas Zeit vor dem Spiegel zu verbringen. Die 50er Jahre Frisuren wurden bei den Männern besonders von solchen Idolen wie Elvis Presley und James Dean beeinflusst. Bei den Teenies ausgesprochen beliebt: Der Grease-Look, wie an John Travolta im gleichnamigen Film zu bewundern. Die Haare wurden mit einer großzügigen Portion Pomade an den Seiten zurückgekämmt und in der Mitte zu einer gewagten Tolle aufgetürmt. Und Koteletten waren der letzte Schrei.

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