Jeder, der schon einmal eine Aufführung von Schwanensee oder dem Nussknacker gesehen hat, weiß, dass Balletttänzer zu den ausdauerndsten und am besten durchtrainierten Sportlern gehören. Eine Ballerina muss ihr Können nicht nur durch Grazie und Anmut beweisen, sondern braucht auch absolute Körperkontrolle, eine perfekte Haltung und gestählte Muskeln. Tatsächlich haben Forscher der britischen Universität Hertfordshire mit einem standardisierten Fitnesstest herausgefunden, dass Balletttänzer eine bessere Ausdauer und mehr Kraft haben als professionelle Schwimmer.
Kein Wunder also, dass Ballett auch als Fitnesssport immer mehr Anhänger findet.
Das Ballett-Workout
Ballett eignet sich, um den Körper umfassend und ausgiebig zu trainieren. Mit dem Ballet-Workout wird die Muskulatur, insbesondere der Beine und der Körpermitte, gezielt gestärkt. Flexibilität, Koordination und Gleichgewichtsgefühl werden trainiert, Ausdauer und Konzentration verbessert. Ähnlich wie Pilates oder Yoga eignet sich Ballett zudem besonders zur Stärkung des Rückens. Da eine perfekte Haltung eine der Grundlagen des klassischen Balletts ist, bewirken die Übungen eine Stabilisierung der Wirbelsäule und trainieren die Rückenmuskulatur intensiv.
Beim Ballett-Workout werden die klassischen Grundbewegungen des Balletts mit anderen Fitnessübungen kombiniert. Die Grundpositionen des Balletts gehören ebenso dazu wie einfache Choreographien. Selbstverständlich wird das Workout, das in einem Buch von Jessica Mentrup ausführlich beschrieben wird, passend von klassischer Musik begleitet.
Ballett-Workout im Fitnessstudio oder der Tanzschule
Inzwischen gibt es einige Fitnessstudios, die das Ballett-Workout in ihren Kursen anbieten. Alternativ gibt es aber auch in Tanzschulen Ballettkurse für Erwachsene. In den Fitnessstudios liegt der Fokus natürlich ganz auf dem Training, Muskelaufbau und Fettabbau. Wem es nur um ein Workout geht, das Spass macht, fährt deswegen mit einem Kurs im Fitnessstudio besser. In Tanzschulen hingegen ist das Ziel nicht nur der durchtrainierte Körper einer Ballerina. Hier konzentrieren sich die Teilnehmer auf den Bewegungsablauf und die Grazie, die für den Tanz von Nöten ist. Außerdem geht das Ballet-Workout über Grundübungen hinaus und schließt Choreographien und aufwendigere Tänze mit ein. Das gilt jedoch nicht für Anfängerkurse. Ballett ist durchaus eine Herausforderung und es braucht seine Zeit, bis die Bewegungen beherrscht werden und die nötige Körperkontrolle erreicht ist. Davon sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen. Wer es mit dem Ballett ernst meint, wird mit einem schlanken und durchtrainierten Körper belohnt – und der sieht sogar in Ballettstrumpfhosen gut aus!



