Patrick Süskind

Premiere Of Das Parfum in BerlinPatricks Süskind gilt als der erfolgreichste Schriftsteller Deutschlands: Sein Roman „Das Parfum“ (1985) wurde zum meist verkauften deutschen Roman aller Zeiten und sein Theaterstück „Der Kontrabass“ wurde in den 80er Jahren so häufig gespielt, wie kein anderes in Europa. Doch der Star der deutschen Literaturszene gilt als medienscheu – er meidet öffentliche Auftritte und lehnte sogar Auszeichnungen, wie den FAZ-Literaturpreis (1987) und den französischen Preis für das beste Debüt (1986) ganz ab. Interviews gibt Patrick Süskind kaum, zu der Premiere von Tom Tykwers Verfilmung seines Romans „Das Parfum“ erschien er ebenfalls nicht.

Über das Privatleben des nun 60 jährigen Literaten ist kaum etwas bekannt, er gilt als ein Sonderling und wird in vielen Quellen als literarisches Phantom bezeichnet.

Werke von Patrick Süskind

Typisch für die Werke Patrick Süskinds sind zumeist verlorene und menschenscheue Anti-Helden, die auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt sind.

Patrick Süskinds erfolgreichstes Werk ist unbestritten der Roman „Das Parfum“, in dem der junge Grenouille, unendlich sensibilisiert für Gerüche, auf der Suche nach dem einen, perfekten Duft, zum Serienmörder wird. „Das Parfum“ legte eine Erfolgsgeschichte hin, wie kein anderer deutscher Roman: in 46 Sprachen übersetzt, ca. 15 Millionen Mal verkauft, und neun Jahre lang auf der „Spiegel“- Bestsellerliste, bricht er alle Rekorde.

Patrick Süskinds einziges Theaterstück „Der Kontrabass“ (1981) ist ein einaktiger Monolog eines vereinsamten Kontrabassisten, der seine Kunst abgrundtief verachtet.  Das Theaterstück wurde im Publikum mit Begeisterung aufgenommen und in den Jahren 1984/1985 über 500 Mal aufgeführt.

Des Weiteren verfasste Patrick Süskind gemeinsam mit dem Regisseur Helmut Dietel, den er in den 70ern in einer Münchner Wohngemeinschaft kennen gelernt hatte, einige Drehbücher. Besonders mit den Drehbüchern für die Fernsehserien „Kir Royal“ (1986) und „Monaco Franze“ (1982) feierte das Duo große Erfolge.

Seinen bisher letzten erzählerischen Text verfasste Patrick Süskind im Jahre 1991 mit  „Der merkwürdige Herr Sommer“, in dem der verzweifelte Ich-Erzähler auf den sonderbaren Herrn Sommer trifft und dessen Selbstmord beobachtet.

Abgesehen von Patrick Süskinds Essay „Über Liebe und Tod“ (2006) ist es seit fast zehn Jahren still geworden um den geheimnisvollen Autor.


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