Laser-Augen-OP: Risiken und Nebenwirkungen

Augen-OPLaser-Korrekturen für die Augen stellen für immer mehr Menschen eine Alternative zu Brille und Kontaktlinsen dar. Allein im Jahr 2008 wurden in Deutschland etwa 150 000 Laser-OPs durchgeführt. Da die Verfahren immer präziser werden und mit geringen Schmerzen verbunden sind, erfreuen sie sich – obwohl sie von gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden – immer größerer Beliebtheit. Allerdings sollte man sich vor einer Laser Augen-OP der Risiken und Nebenwirkungen Bewusst sein.

Komplikationen nach der Laser-Augen-OP

Nach einer Laser-OP ist mit Juckreiz und Brennen in den Augen zu rechnen. Dies sollte allerdings schon nach ein oder zwei Tagen von alleine aufhören. Nach der OP werden passende Augentropfen und bei Bedarf Schmerzmittel eingesetzt. Schwerwiegender sind jedoch langfristige Komplikationen und Seheinschränkungen, die leider nicht ganz selten sind. Insbesondere Trockenheit gehört zu den verbreiteten Nebenwirkungen. Augentropfen helfen, aber Patienten sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie diese vielleicht über lange Zeit werden nehmen müssen. Auch Doppelbilder, schlechtere Nachtsicht, Kontrastverlust und Lichtreflexe können auftreten. Hinzu kommt, dass sich die Sicht nach einigen Jahren bei vielen Laser-Patienten wieder verschlechtert. In den meisten Fällen zwar nur geringfügig, aber doch genug, um zumindest beim Autofahren wieder auf eine Brille angewiesen zu sein. Ein Nachlasern ist nicht in allen Fällen möglich, da die Hornhaut bereits zu dünn sein kann.

Risikofaktoren bei der Laser-Augen-OP

Mit welcher Wahrscheinlichkeit nach der Laser-OP Sehbeeinträchtigungen auftreten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das sind Dioptrienzahl ebenso wie Alter des Patienten, Stärke der Hornhautverkrümmung und Dicke der Hornhaut. Bei Personen mit geringer Sehschwäche liegt das Risiko Studien zufolge bei etwa 1%. Bei Patienten mit bis zu -5 Dioptrien liegt die Wahrscheinlichkeit von Blendungseffekten und anderen Sehstörungen schon bei 5%. Bei stark kurzsichtigen Menschen steigt das Risiko sogar auf 50% an! Ihnen ist somit von einer Laser-OP abzuraten. Die Sehstörungen entstehen während der Wundheilung und werden durch feine Narben hervorgerufen, die auf der Hornhaut zurückbleiben. Trockenheit entsteht, wenn gekappte Nerven dem Gehirn nicht mehr ausreichend signalisieren, dass Tränenflüssigkeit benötigt wird. Eine sehr seltene Komplikation ist die Keratektasie, eine Aufweichung der Hornhaut. Die durch die Laser-OP strapazierte Hornhaut kann dem Augendruck nicht mehr ausreichend standhalten – eine stark schwankende Sehstärke ist das Resultat. In den schlimmsten Fällen hilft dann nur noch eine Hornhauttransplantation.


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