Sport-Trend Racketlon

RacketlonNoch nie von Racketlon gehört? Macht nichts, diese Trendsportart aus Skandinavien ist ein recht neues Phänomen, das erst vor einigen Jahren nach Deutschland geschwappt ist, sich aber stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Übrigens: Obwohl Sie noch nichts davon gehört haben, könnte es sein, dass Sie eine Begabung für diesen Sport-Trend haben. Sind Sie Pingpong-Fan, im Badminton-Verein oder angehender Tennischampion? Dann könnte dieser Kombisport genau das richtige für sie sein.

Racketlon: Vier Schläger und ein Gegner

Wie Biathlon oder Triathlon kombiniert Racketlon („Racket“ engl. für  „Schläger“) mehrere Sportarten zu einer neuen. In diesem Falle sind das Tennis, Badminton, Squash und Tischtennis. In einem Set von etwa einer Stunde tragen die beiden Spieler ein Match in jeder der vier Sportarten aus – gewonnen hat, wer insgesamt die meisten Punkte erreicht hat.

Racketlon ist eine Erfindung aus Skandinavien. In den 80iger Jahren begannen Sportbegeisterte in Finnland und Schweden unabhängig voneinander  die beliebtesten Schlägerspiele zu kombinieren. Bald bildeten sich die ersten Vereine und nationale Meisterschaften. In Schweden wurden in den einzelnen Sportarten zunächst nach den herkömmlichen Regeln die Punkte gezählt. Schnell übernahm man jedoch die finnische Version, bei der es eine einheitliche Zählung für alle Elemente gab – diese Regeln haben sich bis heute gehalten. Nachdem Racketlon in Skandinavien seinen Siegeszug angetreten hatte, kam der Sport-Trend auch in andere europäische Länder. In Deutschland gibt es inzwischen eine Bundesliga und etwa 400 aktive Spieler. Auch die Weltmeisterschaften, letztes Jahr in Deutschland ausgetragen, erfreuen sich bereits an reger Beteiligung aus aller Welt.

Rackelton: Die Regeln

Das Prinzip von Rackelton ist einfach: Gespielt wird in jeder Disziplin bis der erste Spieler 21 Punkte erreicht hat. Das bedeutet, dass auch im Tennis jeder Ballwechsel als Punkt gezählt wird. Sieger ist, wer insgesamt die meisten Punkt erreicht. Darin liegt der Reiz von Rackelton. Selbst ein schlechter Tischtennis- und Badmintonspieler hat so noch eine Chance, wenn er sich im abschließenden Tennismatch beweist. Am erfolgreichsten sind jedoch die Spieler, die in allen Disziplinen Talent erweisen – denn jeder Punkt zählt. Nur wenn ein Spieler schon so viele Punkte gemacht hat, dass er nicht mehr einholbar ist, wird das Match beendet, ohne alle Sportarten zu spielen.

Mehr Informationen zu Racketlon und Spielstätten gibt es auf der Homepage des Deutschen Racketlon Verbandes.


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