Essen bis man satt ist und trotzdem abnehmen – das ist wohl der Wunschtraum aller Abspeckwilligen. Viele Diäten versprechen genau das: Kein Hungern, sondern eine ausgewogene Ernährung, die dafür sorgt, dass der Körper Fett verbrennt. Im Mittelpunkt solcher Ernährungspläne stehen die sogenannten Low-Carb-Diäten, also eine Ernährung bei der wenig Kohlenhydrate aufgenommen werden und dafür umso mehr Proteine und Gemüse.
Unterschiedliche Diäten, ein Grundgedanke
Low-Carb-Diäten sind seit den 1990iger Jahren einer der großen Trends bei den Diät-Gurus. Es gibt unzählige Diäten, die auf reduzierte Kohlenhydrate bauen, darunter die berühmte Atkins-Diät und die Glyx-Diät. Die Ernährungspläne unterscheiden sich teils stark in der Menge der zulässigen Kohlenhydrate und empfohlener Proteine, im Zusatz von Nahrungsergänzungsmitteln und den Vorgaben für den Diätbeginn. Gemein ist den Low-Carb-Diäten jedoch, dass sie auf weißen Zucker, Mehl, Nudeln und Reis verzichten und stärkehaltige Nahrungsmittel (z.B. Kartoffeln) stark einschränken. Proteine aus Eiweiß, Fisch und Fleisch werden hingegen großgeschrieben und Gemüse, insbesondere solches, das wenig Kohlenhydrate enthält, wie Spinat, Brokkoli, Blumenkohl oder Paprika, steht im Mittelpunkt der Ernährung.
Theorie hinter der Low-Carb-Diät
Bei Low Carb Diäten geht es darum, den Körper durch Ernährungsumstellung dazu zu bringen, überschüssiges Fett zu verbrennen. Kohlenhydrate beeinflussen den Blutzuckerspiegel im Körper maßgeblich. Wenn Kohlenhydrate konsumiert werden, steigt der Blutzuckerspiegel, was wiederum die Insulinproduktion anregt. Insulin bewirkt jedoch, dass Kohlenhydrate als Fett gespeichert werden, sozusagen um den Körper auf zukünftige Hungerzeiten vorzubereiten. Diese sind aber in der westlichen Welt heutzutage zum Glück nicht zu befürchten. Bei einer Ernährung, die auf Brot und Kartoffeln basiert, muss der Körper die Fettzellen deswegen nur selten angreifen. Stattdessen wird Glucose aus den Kohlenhydraten als „Treibstoff“ für den Stoffwechsel genutzt. Um diesen Vorgang zu verhindern, erlauben Low Carb Diäten nur wenig Kohlenhydrate, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten.
Schwierigkeiten mit der Diät
Alle Diäten sind nur dann effektiv, wenn sie auf einer langfristigen Ernährungsumstellung basieren. Das fällt bei Low Carb Diäten oft besonders schwer, da der Genuss von Lebensmitteln eingeschränkt werden muss, die für viele die Grundlagen der Ernährung darstellen: Brot, Reis, Nudeln… Deswegen sollte man sich gerade am Anfang der Diät ausführliche Essenspläne erstellen, um nicht auf der Suche nach einem Snack doch wieder ein Butterbrot zu verschlingen. Auch darf nicht angenommen werden, dass die Diät ohne Bewegung auskommen kann. Zu jeder gesunden Ernährung gehört eben auch Sport, damit es mit dem Abnehmen langfristig klappt.



